03.10.2026 T. Leuker

Driland Kolleg besucht Neanderthal-Museum in Mettmann

Eindrücke Museum und Workshop    © Driland Kolleg

Studierende des Driland Kollegs auf den Spuren des Neandertalers

Am 02.10.2026 reisten interessierte Studierende des Driland Kollegs, darunter zahlreiche Studierende mit Migrationshintergrund aus den Internationalen Vorkursen, ins Neanderthal -Museum nach Mettman, das die Entwicklung der Menschheitsgeschichte erzählt, und erlebten dort ein abwechslungsreiches und informatives Tagesprogramm. Zunächst besuchten die Studierenden eine spannende Führung durch die Dauerausstellung des Museums, bevor sie sich im Garten des Museums im Bogenschießen, Speerwerfen und Feuermachen üben durften. Dabei gelang es den Studierenden tatsächlich, mit den Jagdwaffen aufgestellte Ziele in Form von Tierattrappen zu treffen und mit einem Feuerstein, den sie wie die Neandertaler gegen einen eisenhaltigen Markasit schlugen, zu entzünden. Die freie Zeit am frühen Nachmittag nutzten die Studierenden und ihre Begleitung, um den nahegelegenen Erlebnisturm im Museumspark zu besteigen, um von dort einen Blick auf die Original-Fundstelle des ersten Neandertalers zu werfen. Einige unternahmen auch einen Spaziergang im nahegelegenen eiszeitlichen Wildgehege, um die dort lebenden Heckrinder, Heckpferde und Wisente zu bestaunen. Den Abschluss bildete ein Workshop, der die Studierenden mit vielfältigen Mitmachaktionen durch die Sonderausstellung 2 Millionen Jahre Migration führte. Dort erzählten Studierende auch ihre persönlichen Fluchtgeschichten, die bei alle Anwesenden Betroffenheit auslösten. Die zentrale Erkenntnis der modernen Wissenschaft, die das Museum auf interaktive Art zu vermitteln versteht, nahmen auch die Studierenden aus Gronau am späten Nachmittag mit in ihre Heimat: Wir Menschen gehören aller einer einzigen Art an und stammen von Homo sapiens sapiens ab, der sich in Afrika entwickelte.

Ein weiteres wissenschaftliches Ergebnis löste großes Erstaunen unter den Studierenden aus: Bei ca. 80% der Weltbevölkerung lässt sich bis zu 4% Neandertaler-DNS im Erbgut nachweisen.  

Die Bildungsveranstaltung fand in Kooperation mit der Euregio-VHS der Stadt Gronau statt. Beide Bildungseinrichtungen sind aktive Mitglieder im Gronauer Netzwerk Migration. Die Idee zu dieser gemeinsamen Veranstaltung im Rahmen der Interkulturellen Wochen 2026 der Stadt Gronau hatte Thomas Leuker, der in den Internationalen Vorkursen am DK DaF unterrichtet und Mitglied des BNE-Teams am DK ist, nachdem er erfahren hatte, dass das Museum aktuell die Sonderausstellung 2 Millionen Jahre Migration zeigt. Er wurde von der Schulsozialarbeiterin Magdalene Bücker begleitet. Der Förderkreis des Driland Kollegs hat den Studierenden dieses besondere Event ermöglicht.

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