Klimakoffer im MINT-Unterricht: Experimente für alle Altersklassen
Von Wetter und Klima
Für die jüngeren Schüler:innen begann die Stunde mit gemeinsamen Überlegungen zu den Fragen: Was unterscheidet eigentlich Wetter und Klima? Welche Daten kann man an einer Wetterstation ermitteln?
Ein erster Aha-Moment folgte für alle Teilnehmenden beim einfachen, aber eindrucksvollen Modellexperiment zum natürlichen Treibhauseffekt: Eine Lampe, eine kleine Erdkugel und ein Thermometer zeigten – unter Mitwirkung von assistierenden Schülerinnen –, wie das Strahlungsgleichgewicht funktioniert. Ganz nebenbei lernten wir den Unterschied zwischen Reflexion und Absorption. Schwarze und weiße Flächen wurden plötzlich richtig spannend.
Jana aus Klasse 6, eine der Assistentinnen, fasste es so zusammen:
„Ja, ich habe viel gelernt und fand es toll, eine Helferin vorne zu sein.“
CO₂, Ozeane und ein platzender Ballon – Experimente, die in Erinnerung bleiben
Natürlich durfte beim menschengemachten Treibhauseffekt das Thema CO₂ nicht fehlen. Ein weiteres Experiment zeigte eindrucksvoll, wie sich die Anreicherung von Kohlenstoffdioxid auf das Strahlungsgleichgewicht auswirkt – schnell wurde anhand der Daten aus dem passenden Modellexperiment ablesbar: Die Atmosphäre erwärmte sich deutlich.
In einem anderen Experiment zeigte ein platzender Luftballon, warum die Ozeane eine zentrale Rolle im Weltklimasystem spielen. Auch zur Auswirkung von CO₂ auf den pH-Wert des Ozeans fand sich im Koffer ein passendes Experiment. Nico (Klasse 6) resümiert anschließend: „Ich habe gelernt, dass zuviel CO₂ den Tieren im Ozean schadet.“ Und Lynn (ebenfalls Klasse 6) betont: „Ich kann die Inhalte auch in Biologie und Physik benutzen – ich fand die Stunde sehr sinnvoll.“
Selbst experimentieren in Klasse 9 – Wissenschaft zum Mitmachen
Im Differenzierungskurs der 9. Klasse führten die Jugendlichen zwei Klimakoffer-Versuche eigenständig durch. Dabei untersuchten sie, wie CO₂ den pH-Wert von Wasser verändert, welchen weiteren Einfluss die zunehmende Erwärmung auf Gewässer hat und was das wiederum für Lebewesen im Meer bedeutet. Auch das Gesamtfeedback der älteren Schüler:innen fiel eindeutig positiv aus. So hieß es unter anderem: „Die Experimente haben viel Spaß gemacht.“
„Es waren einfache Experimente, die man gut interpretieren konnte.“
„Man erhält nicht oft so anschauliche Infos über Studiengänge.“ Denn angereichert wurde die Klimakoffer-Aktion durch eine informative Präsentation der beiden Studentinnen über ihren Studiengang und die verschiedenen Themenfelder der Klimaphysik. Die Kinder und Jugendlichen konnten zusätzliche Fragen stellen und erhielten so einen authentischen Eindruck davon, welche Inhalte und welche beruflichen Möglichkeiten sich durch das Studienfach Erd- und Klimaphysik ergeben.
„Eine klare Weiterempfehlung!“ (Schülerkommentar Klasse 9)
Die Klimakoffer-Aktion war ein voller Erfolg – spannend, verständlich, wissenschaftlich fundiert und altersgerecht aufbereitet. Die große Aufmerksamkeit und Begeisterung der Schüler:innen zeigt: Naturwissenschaften werden lebendig, wenn man sie im Austausch mit Expert:innen und in Form von Experimenten selbst nachvollziehbar erleben kann.
Herzlichen Dank an Juliana und Samin, die sich im Anschluss an die Klimakofferaktion auch noch der Klasse 5 b als Interviewpartnerinnen zur Verfügung stellten.
Wir freuen uns schon auf eine Wiederholung – und können die Aktion weiterempfehlen.
Interessierte Schulen und andere Bildungseinrichtungen können die Klimakoffer-Aktion kostenfrei buchen. Für weitere Informationen: https://geomet.uni-koeln.de/outreach-presse/informationen-fuer-schulen
Anfragen/Kontaktaufnahme: outreach-meteo@uni-koeln.de
Carl Friedrich von Weizsäcker Gymnasium Ratingen
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