Grün statt grau: Stadtschule plant naturnahen Schulhof
Unter der Leitung von Christina Teske und Julia Lambert hatten die engagierten Schülerinnen und Schüler in den vergangenen Wochen kreative Konzepte erarbeitet, die zeigen, wie ein moderner Schulhof aussehen kann, der Lernen, Natur und Spiel harmonisch verbindet.
Besonderen Besuch gab es an diesem Tag ebenfalls: Bürgermeister Philipp Knappmeyer nahm sich Zeit, um die Modelle persönlich in Augenschein zu nehmen. Sichtlich beeindruckt lobte er das Engagement der AG und betonte die Bedeutung dieses Projekts. Gerade der Schulhof der Stadtschule, der bislang überwiegend aus versiegelter Steinfläche und großen Rasenbereichen besteht, biete enormes Potenzial für eine naturnahe Umgestaltung.
Ein weiterer Schritt in Richtung Zukunft ist bereits geplant: Die Stadtschule Lübbecke möchte bei der weiteren Ausarbeitung des Konzepts
mit der Ideenwerkstatt Lebenstraum e. V. zusammenarbeiten. Deren Expertise in der Gestaltung naturnaher Spiel- und Lernräume soll sowohl den
Schülerinnen und Schülern als auch der gesamten Schulgemeinschaft zugutekommen. Auch das Beachvolleyballfeld und der Fußball-Soccerplatz
sollen in die Überlegungen einfließen.
Als nächste Schritte stehen ein Vortrag in der Schulgemeinschaft, eine Raumanalyse mit Stärken- und Schwächenbewertung, sowie eine Planungswerkstatt mit ersten Entwürfen auf dem Programm.
Damit steht einer Kooperation nichts im Wege. Christina Teske ist begeistert vom bisherigen Verlauf:
„Unsere Schülerinnen und Schüler haben mit unglaublich viel Herzblut gearbeitet.
Sie spüren, dass sie hier wirklich etwas verändern können und den Stein ins Rollen gebracht haben.“ Weiter führt sie aus: „Die Zusammenarbeit mit der Ideenwerkstatt Lebenstraum e. V. ermöglicht echte Teilhabe – vom Planen und
Entwickeln bis hin zur Umsetzung. Das gibt den Kindern das Gefühl, Teil eines großen Projekts zu sein.“
Die Stadtschule Lübbecke zeigt mit diesem Projekt vorbildlich, wie klimaangepasste Zukunftsgestaltung aussehen kann: gemeinsam, kreativ und verantwortungsbewusst. Die geplante Schulhofumgestaltung könnte damit nicht nur ein Gewinn für die Schule selbst, sondern ein inspirierendes Modell für andere Bildungseinrichtungen der Region werden.
Ein Schulhof mit naturnahen Elementen bietet zahlreiche Vorteile:
◆ Förderung der kindlichen Entwicklung: Natürliche Materialien, abwechslungsreiche Formen und Rückzugsräume regen motorische, soziale und kreative Fähigkeiten an.
◆ Verbesserung des Mikroklimas: Bäume, Sträucher und entsiegelte Flächen senken die Temperaturen im Sommer, speichern Wasser und sorgenfür ein angenehmes Umfeld.
◆ Mehr Biodiversität: Blühflächen, Totholzbereiche und heimische Pflanzen schaffen Lebensräume für Insekten und Vögel – ein lebendiges Klassenzimmer im Freien.
◆ Pädagogische Chancen: Naturerfahrungsräume unterstützen projektorientierten Unterricht und fördern Umweltbewusstsein schon im Kindesalter.
◆ Wohlbefinden und Gesundheit: Grünflächen tragen nachweislich zu besserer Konzentration, Stressreduktion und allgemeinem Wohlbefinden bei.
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