Martin-Luther-Schule Herten
Sekundarschule/Gemeinschaftsschule

Unterrichts- und Schulentwicklung vor dem Hintergrund der didaktischen Aufgabe "Nachhaltigkeit": Der Unterricht wird aus der Perspektive der naturwissenschaftlichen, der technischen sowie der gesellschaftswissenschaftlichen Fächer geplant. Ziel ist es, auf der Grundlage einer neu fokussierten Sichtweise von Unterricht (differenzierte Angebote, selbstorganisiertes Lernen, Individualisierung) den Aspekt der Nachhaltigkeit fächerübergreifend bewusst zu machen. Ressourcenschonung und fächerorientierte ökologische, ökonomische und soziale Perspektiven werden berücksichtigt.

Der Twizy wird durch die schuleigene Kleinwindkraftanlage betankt.

Projektbeschreibung

"Die Schule macht es sich zur Aufgabe, die Schonung natürlicher Ressourcen und die naturnahe Gestaltung der Schulumgebung als Verpflichtung anzusehen." Diesem 1995 von der früheren Martin-Luther-Hauptschule postulierten Ziel fühlen wir uns auch weiterhin seit 2012 in der Neuausrichtung des Schulstandortes mit der Sekundarschule verpflichtet.

Lernen für Umwelt und Ökologie:

Dieser Anspruch spiegelt sich in unseren Lernlandschaften auf dem Schulgelände und im Gebäude wieder. Umwelttechnisch kann die Martin-Luther-Schule auf eine lange Liste bisher erreichter Auszeichnungen zurückblicken und nimmt durch eine Vielzahl von Umweltmaßnahmen ihre Verantwortung als Akteurin innerhalb der Bildungsarbeit von Umwelt- und Klimaschutz wahr.

Lernen für sich und die Gesellschaft:

Parallel dazu kommt es zu einem Neudenken von Unterricht und Schule im Sinne von BNE: Schülerinnen und Schüler erhalten in allen Fächern ein differenziertes Lernangebot, wobei im Laufe ihrer Schullaufbahn es immer stärker zu eigenverantwortlichem Lernen kommen soll.

Nachhaltigkeit bedeutet für uns u.a.

Ressourceneinsparung durch Veränderung des Nutzerverhaltens in Bezug auf den Umgang mit Wasser, Elektrizität, Wärme und Boden
Ressourcennutzung durch Erneuerbare Energien, Solarthermie, Photovoltaik, Regenwassernutzung und Kreislaufwirtschaft
Ressourcenschöpfung durch Schaffung natürlicher Lebensräume (Entsiegelung, Renaturierung, Begrünung) und Nutzung des Wasserkreislaufs (Regenwasserversickerung, Grundwassererneuerung)
Verhaltensänderung anbahnen durch Nutzung des ÖPNV bzw. Fahrrades bei Exkursionen.
Exemplarisches Lernen in realen Kontexten / lebensnaher Gestaltung
Verbindung von Wissenserwerb mit dem Diskurs um Werte und Ziele der Gesellschaft
Fächerübergreifendes mit zunehmend selbstorganisiertem Lernen in schulischen und außerschulischen Kontexten
Neuausrichtung von Unterricht und Schule (Schule als Lern- und Lebensraum erfahren)
 

Hier ein paar Beispiele unserer Maßnahmen:

Schwerpunkt „Lernen für Umwelt und Ökologie“:

  1. Dachflächenwasser wird gesammelt und in einer Regenwassernutzungsanlage zur Toilettenspülung verwendet.
  2. Regenwasser verrieselt über entsiegelte, begrünte Flächen. So wird der Wasserkreislauf wieder hergestellt.
  3. Eine thermische Solaranlage sorgt dafür, dass unsere Schüler:innen und Vereine unter sonnen-erwärmten Wasser duschen können.
  4. Eine Photovoltaikanlage macht uns stromtechnisch autark.
  5. Unsere Kleinwindkraftanlage erzeugt den Strom für unser e-Auto (Twizy, Renault).
  6. Wir drucken und kopieren ausschließlich mit Recycling-Papier.
  7. Biologische Küchenabfälle (Mensa) werden gesammelt und einer Kompostierung zugeführt.
  8. Wir unterstützen Biodiversität und bewahren das ökologische Gleichgewicht u.a. durch Schulgarten, Schulteich, Insektenhotels, Vogelnisthilfen.
  9. Wir sind eine nach DIN-Norm zertifizierte Umweltschule.
  10.  Wir sind Sieger des bundesweiten Wettbewerbes "Energiesparmeister" (2016).
  11. Wir belegten den 2. Platz beim bundesweiten Wettbewerb "Think global - act local" (2021).
  12. Wir achten auf eine bewusste Mülltrennung.
  13. Wir nutzen den ÖPNV bzw. das Fahrrad beim Aufsuchen außerschulischer Lernorte.
     

Schwerpunkt „Lernen für sich und die Gesellschaft“

  1. Wir sind integrierte Sekundarschule.
  2. Wir unterstützen alle Kinder individuell und differenziert.
  3. Wir ermöglichen selbstorganisiertes Lernen.
  4. Wir ermöglichen digitales Lernen.
  5. Wir ermöglichen lebensnahes Lernen.
  6. Wir sind Schule ohne Rassismus.
  7. Wir sind Europaschule.

u.v.m.