Städtisches Gymnasium Leichlingen

Gymnasium

Das SGL – Nachhaltigkeit in der Blütenstadt gemeinsam gestalten

Blick auf den Schulhof und das Mensagebäude

BNE-Profil der Schule

Nachhaltigkeit ist am SGL Leitgedanke unserer Schulentwicklung. Wir verstehen Bildung für nachhaltige Entwicklung als Verbindung von ökologischem Bewusstsein, sozialer Verantwortung und demokratischer Mitgestaltung – und gestalten Schule entsprechend systematisch, verbindlich und langfristig.

Viele unserer Strukturen sind aus Beteiligungsprozessen entstanden. In unserer Schulentwicklungsgruppe arbeiten Schüler*innen, Lehrkräfte, Eltern und Schulleitung gleichberechtigt zusammen. Ideen werden dort nicht nur gesammelt, sondern geprüft, weiterentwickelt und in dauerhafte Prozesse überführt. Nachhaltigkeit ist bei uns daher nicht additiv, sondern strukturell verankert: Projekte werden reflektiert, evaluiert und - sofern sinnvoll möglich - curricular angebunden.

Ein zentrales Beispiel ist der regelmäßige Verkauf geretteter Backwaren, der von Schüler*innen der Jahrgangsstufe 8 eigenständig organisiert wird. Im Unterricht setzen sie sich systematisch mit Ursachen und Folgen von Lebensmittelverschwendung auseinander, reflektieren ihr Konsumverhalten am Beispiel von Essen und Trinken und übertragen ihre Erkenntnisse in praktisches Handeln. Durch den Verkauf werden Ressourcen geschont, soziale Verantwortung wird durch eine Spende erfahrbar, und nachhaltiger Konsum wird im Schulalltag konkret umgesetzt.

Auch unser Wasserspender geht auf eine Initiative der Schülerschaft zurück. Er steht für gelebte Partizipation ebenso wie für Gesundheitsförderung, soziale Teilhabe und Müllvermeidung. Dass eine Idee aus der Schülerschaft dauerhaft in die Schulstruktur überführt wurde, verdeutlicht unser Verständnis von Schule als gemeinsam gestaltbarem Raum.

Durch die Photovoltaikanlage auf dem Auladach wird erneuerbare Energie sichtbar Teil des Schulalltags und bietet Anknüpfungspunkte für fachliches Lernen. Durch curricular verankerte Upcycling-Projekte, die Wiederverwendung von Fehlkopien, eine Schulbuchtauschbörse am Ende des Schuljahres sowie ein kollegiumsinternes Tauschregal stärken wir eine Kultur des Weiterverwendens statt Wegwerfens. In unserem „Grünzeug“-Projekt erleben Schüler*innen zudem ökologische Zusammenhänge unmittelbar und übernehmen Verantwortung für selbst gestaltete Lern- und Anbauräume.

Nachhaltigkeit umfasst für uns jedoch mehr als Umweltfragen. Mit einem kostenfrei zugänglichen Automaten für Damenhygieneartikel setzen wir ein Zeichen für Geschlechtergerechtigkeit und soziale Sensibilität. Durch wiederkehrende Projekte im Rahmen der Initiative „Schule ohne Rassismus“ stärken wir demokratische Haltung, Zivilcourage und ein respektvolles Miteinander. Nachhaltige Entwicklung bedeutet für uns daher auch, Schule als diskriminierungssensiblen, gerechten und solidarischen Lebensraum zu gestalten.

Über die Schule hinaus bringen sich unsere Schüler*innen aktiv in kommunale Entwicklungsprozesse ein – etwa bei Fragen nachhaltiger Energieversorgung oder der naturnahen Gestaltung des Schulgeländes. Perspektivisch erweitern wir unseren Blick durch eine angestrebte Partnerschaft mit einer Sekundarschule in Tansania, um globale Verantwortung, Perspektivwechsel und interkulturelles Lernen dauerhaft zu verankern.

Wir verstehen uns als lernende Organisation. Nachhaltigkeit entsteht bei uns nicht durch punktuelle Aktionen, sondern durch kontinuierliche Reflexion, Beteiligung und strukturelle Weiterentwicklung. Unser Ziel ist es, junge Menschen zu befähigen, Verantwortung zu übernehmen, Gestaltungsspielräume zu erkennen und ihre Gegenwart sowie ihre Zukunft aktiv zu gastalten.

News aus unserer Schule

Blaue Pfandbox im Foyer des Gymnasiums

Nachhaltig zum Ziel: EF-Schüler starten Sammelaktion für den Abiball

06.07.2025

Mit bunten Pfandboxen gegen Müll und für den Abiball: Die Schülerinnen und Schüler der EF-Stufe zeigen, wie gelebte Nachhaltigkeit aussieht. Statt leere Pfandflaschen achtlos wegzuwerfen, werden sie nun gesammelt – für die Umwelt und zur Unterstützung ihrer Abiball-Finanzierung. Insgesamt kam durch die gesammelten Pfandflaschen schon ein dreistelliger Betrag für die Abikasse zusammen.


Schülerinnen und Schüler des SGL übergeben die Spende an die Leichlinger Tafel

Ein Jahr Lebensmittel retten – Achtklässler spenden 200 € an die Leichlinger Tafel

06.07.2025

Ein Jahr gelebte Nachhaltigkeit – und nun ein starkes Zeichen der Solidarität: Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 überreichten der Leichlinger Tafel eine Spende von 200 €, die sie durch den Verkauf geretteter Backwaren gesammelt hatten. Mit diesem Projekt verbinden sie aktiven Umweltschutz mit sozialem Engagement – und zeigen, wie groß der Unterschied sein kann, den man auch mit kleinen Schritten macht.


Tisch aus alten Palletten, Lampe aus einer alten Flasche, Dekoobjekte aus alten Plastikflaschen und Kronkorken.

Englisch trifft Nachhaltigkeit: Upcycling-Projekt der EF begeistert mit Kreativität und Engagement

18.04.2025

Im Rahmen der Unterrichtsreihe „Global Challenges – Das Individuum in einer Welt im Wandel“ haben zwei Englischkurse der Jahrgangsstufe EF eindrucksvoll gezeigt, wie nachhaltiges Handeln und kreatives Gestalten Hand in Hand gehen können. Unter dem Motto „Upcycling – Aus Alt mach Neu“ verwandelten die Schülerinnen und Schüler scheinbar nutzlose Alltagsgegenstände wie alte Lampenschirme, Holzpaletten, Glasflaschen, Plastikflaschen oder Kronkorken in hochwertige und originelle Produkte. So entstanden zum Beispiel stilvolle Tische, individuell designte Lampen oder dekorative Wohnaccessoires – alles selbst geplant und umgesetzt. Das Ziel des Projekts war es, die Bedeutung von ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit nicht nur theoretisch zu erfassen, sondern aktiv erlebbar zu machen. Die Jugendlichen entwickelten in Kleingruppen eigene Ideen, setzten diese handwerklich um und präsentierten ihre Ergebnisse anschließend stolz im Kurs. Dabei überzeugten sie mit Einfallsreichtum, Teamarbeit und einem starken Bewusstsein für die Herausforderungen unserer Zeit. Die kreativen Ergebnisse sprechen für sich – und machen deutlich: Jeder kann im Kleinen etwas bewegen.