Das Landesprogramm „Schule der Zukunft“

Das Landesprogramm „Schule der Zukunft“ (SdZ) wurde von den für Schule und Umwelt zuständigen Ministerien des Landes NRW initiiert und wird durch diese gefördert. Es begleitet Schulen dabei, BNE für die eigene Unterrichts- und Schulentwicklung zu entdecken und zu nutzen. Schulen, außerschulische Bildungspartner*innen und Kitas bilden zusammen mit den Ansprechpersonen des Landesprogramms eine große SdZ-Familie, die sich gegenseitig bei ihren BNE-Aktivitäten unterstützt. Mit der Bewerbung für eine Auszeichnung als „Schule der Zukunft“ oder „Netzwerk der Zukunft“ können Schulen und Netzwerke ihr BNE-Engagement sichtbar machen.

Ob eine Schule erst mit einzelnen BNE-Aktivitäten beginnen möchte oder BNE bereits einen hohen Stellenwert im Schulleben besitzt, spielt keine Rolle: Jede Schule in NRW kann mit ihren Schüler*innen am Landesprogramm „Schule der Zukunft“ teilnehmen.

Alle angemeldeten Schulen werden begleitet, BNE-Schulentwicklungsprozesse zu initiieren und zu implementieren. Darüber hinaus ergeben sich für die Arbeit an der Schule interessante Partnerschaften mit anderen Bildungsakteur*innen aus dem Bereich BNE bis hin zu einem Netzwerk, das sich bei der BNE-Arbeit gegenseitig unterstützt. Das führt zu vielen weiteren Anregungen für BNE-Lernprozesse in der Schule.

Alle interessierten Schulen können sich jederzeit auf sdz.nrw anmelden. Sowohl die Lehrkräfte als auch die Schüler*innen der teilnehmenden Schulen können die Angebote kostenfrei nutzen. In einem zweijährigen Rhythmus erhalten die Schulen die Möglichkeit, sich für ihre BNE-Bildungsaktivitäten auszeichnen zu lassen. Die Auszeichnung ist in drei unterschiedlichen Stufen möglich. Die Stufe der Auszeichnung hängt davon ab, in welchem Umfang BNE in die schulischen Prozesse implementiert wurde.

  • Stufe 1: BNE in Unterrichtsentwicklung
  • Stufe 2: BNE in Schulentwicklung
  • Stufe 3: Schule auf dem Weg zu einer nachhaltigen Einrichtung


Das Landesprogramm und seine Inhalte orientieren sich an der Zielsetzung der „Leitlinie Bildung für nachhaltige Entwicklung“ des Schulministeriums NRW. Die 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals bzw. SDGs) der Vereinten Nationen liefern dabei Impulse für die einzelnen Prozesse der schulischen BNE-Bildungsaktivitäten. Neben der regionalen berücksichtigen sie auch die globale Perspektive.

„Schule der Zukunft“ ist seit vielen Jahren ein erfolgreiches gemeinsames Angebot des Ministeriums für Schule und Bildung (MSB) sowie des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV). Koordiniert wird das Landesprogramm von der BNE-Agentur NRW in der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA), einer Einrichtung des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV). Seit 2003 wurden im Rahmen von „Schule der Zukunft“ bereits über 1500 Schulen  für ihre BNE-Bildungsaktivitäten ausgezeichnet.
Die am Landesprogramm teilnehmenden Schulen werden auf vielfältige Weise mit einem großen Spektrum an unterschiedlichen Angeboten unterstützt. Durch das Fördern von Schulentwicklungsprozessen werden den Schüler*innen und allen anderen am Schulleben Teilhabenden immer mehr Möglichkeiten für BNE-Lernprozesse gegeben.

Ziele des Landesprogramms

Das Landesprogramm „Schule der Zukunft“ verfolgt vor allem diese Ziele:

  • Unterstützung

    • von Schulen, die erste Schritte im Bereich BNE gehen möchten.
    • von Schulen, die ihre Schulentwicklung an BNE orientieren wollen.
    • von Schulen auf dem Weg hin zu einer nachhaltigen Einrichtung.

  • Stärkung

    • der Lehrkompetenzen im Bereich BNE.
    • der Kompetenzen aller am Schulleben Beteiligten im Bereich „nachhaltige Entwicklung“.
    • von BNE-Partnerschaften und BNE-Netzwerken.
    • der Bekanntheit der 17 SDGs und der eigenen Verantwortung als Weltbürger*in für eine global gerechte und gute Zukunft aller.

  • Wertschätzung und Sichtbarmachen gelungener BNE-Aktivitäten und BNE-Entwicklungen in den Schulen.