20.01.2022 Elko-Arnold Nick

SchülerInnen-Akadamie zur Gemeinwohlökonomie

Was ist der Wert von Schokolade? Gemeinwohlökonomie im Planspiel erleben konnten die Studierenden des Overberg-Kolleg im Rahmen einer Online-SchülerInnen-Akademie direkt nach den Weihnachtsferien. Sie schlüpften in die Rolle konkurrierender Schokoladen-Firmen und erlebten ganz praktisch, wie die ökonomischen Spielregeln unsere Entscheidungen beeinflussen.

Was ist der Wert von Schokolade? Gemeinwohlökonomie im Planspiel erleben. 

Am Dienstag, den 11.01.2022 hat der Projektkurs BNE unseres Kollegs an einem Online-Planspiel teilgenommen und sich genauer mit dem Thema „Gemeinwohlökonomie“ aus- einander gesetzt. Angeleitet von den Bildungsreferenten der GWÖ Tobias Daur und Oliver Eller (und den zuständigen Lehrkräften für unser Kolleg Frau Karin Badde-Struß und Cornelius Dworzynski) fanden sich die Teilnehmer:innen in einem Zoom-Meeting zusammen. Gemeinsam entwickelten wir Ideen zur Auflösung des Widerspruchs zwischen individuellem Gewinnstreben und Gemeinwohl und lernten das alternative Wirtschaftsmodell der Gemeinwohl-Ökonomie kennen.

Im Zusammenhang mit dem Thema Schokolade lauteten die Fragen während des Online-Kurses: Was ist wichtig beim Kauf einer Tafel Schokolade? Wen unterstützt man eigentlich, wenn man sich Schokolade kauft? Wo fließt das Geld hin? Ist teuer gleich besser? Wie können manche Tafeln Schokolade so günstig sein und warum nicht ausschließlich diese kaufen, um Geld einzusparen? Was ist eigentlich Gemeinwohlökonomie? 

Unter Gemeinwohlökonomie versteht man eine Art alternatives Wirtschaftssystem, entwickelt von Christian Felber, welches vor allem auf Solidarität abzielt statt auf Konkurrenz und Gewinn-maximierung. So profitieren Unternehmen, die sich ökologisch nachhaltiger, sozial verantwortlicher, demokratischer und solidarischer verhalten z.B. von niedrigeren Steuern, Zöllen und Zinsen bis zum Vorrang beim öffentlichen Einkauf. Dieses neue Wirtschaftsmodell ist sicher nicht das Beste, aber ein verdammt guter Kompromiss!

Dem Kapitalismus die Stirn bietend hat sich der BNE-Kurs im Planspiel daran versucht, virtuell mithilfe eines entwickelten Algorithmus, nachhaltige Schokolade zu produzieren und trotzdem einen Gewinn zu erzielen. Gemeinsam mit den Teilnehmern vom Driland-Kolleg in Gronau wurden die TeilnehmerInnen 6 Gruppen zugeteilt, um ihre jeweiligen Strategien zu entwickeln. 

Der Kurs lernte hierbei, inwieweit sich die steuerlichen Vorteile und Vergünstigungen auf das Kapital und den Ertrag der simulierten Firma auswirken konnten. Beim Kauf einer Tafel Schokolade sollte man also immer bedenken: Wen unterstütze ich gerade eigentlich? Kaufe ich lieber das Markenprodukt, welches teuer ist, oder ein gleich teures nachhaltiges Produkt um bspw. die Arbeitsbedingungen in den ärmeren Ländern zu verbessern? Somit kann auf seinen ökologischen Fußabdruck zu achten auch ziemlich gut schmecken.

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