23.03.2022 David Freudenhammer

Stolperstein-Verlegung

SchülerInnen des Wirtschaftsgymnasiums verlegen "Stolpersteine" in Oberhausen

Am 17.03.2022 wurde im Rahmen des Stolperstein-Projektes der Familie Cohen aus Oberhausen gedacht. 

Die Stolpersteine werden für Opfer des Nationalsozialismus vom Künstler Gunter Demming verlegt. 

Elfriede, Arthur und Erich Cohen waren drei Opfer der Nationalsozialisten aus Oberhausen. Aufgrund ihres jüdischen Glaubens wurde sie im Dezember 1941 nach Riga deportiert, wo sie ermordet wurden.  

Die Klasse WGUA des Wirtschaftsgymnasiums hat sich in den vergangenen Monaten ausführlich mit der Familie beschäftigt.

Das Ergebnis dieser Arbeit sind drei Stolpersteine für die Familie sowie die untestehende kurze Biografie über die Familie und deren Deportation.   

Familie Cohen

Hans - Böckler – Berufskolleg

Wir möchte heute der Familie Cohen Gedenken, die im Holocaust aufgrund ihres jüdischen Glaubens von dem Nationalsozialisten ermordet wurden. 

Im Folgenden erinnern wir uns an Arthur Cohen. Er wurde am 21.08.1879 in Oberhausen geboren und ist der Sohn von David und Elise Cohen. Er bekam mit Ida Cohen seinen Sohn Erich. Durch den Tod seiner Frau war Arthur alleinerziehend und zog zu seiner Schwester Elfriede Cohen. Er war Hilfsarbeiter und lebte in der Friedrich-Karl-Str. 55 in Oberhausen.

Ab 1938 war er jüdischer Zwangsarbeiter im Garten- und Friedhofsamt. Arthur Cohen wurde am 11.12.1941 ins Riga Ghetto deportiert. Seine Todesursache ist uns unbekannt. Wir gehen davon aus, dass er im KZ ermordet wurde.

Als nächstes Gedenken wir dem Sohn Erich Cohen. Er wurde am 11.10.1911 in Duisburg-Meiderich geboren. 

Erich ist der Sohn von Arthur und Ida Cohen. Da seine Mutter während der Geburt verstarb, wuchs er ohne Sie auf.

Am 17.11.1938 kam Erich zum ersten Mal in ein Konzentrationslager. Er wurde ins KZ Dachau deportiert, aus dem er am 31.01.1939 entlassen wurde. 

Erich Cohen war beruflich Verkäufer und Bauer. Er lebte bis zu seiner Deportation am 11.12.1941 in Oberhausen mit Arthur und Elfriede Cohen. Erichs Todesursache ist offiziell ebenfalls nicht bekannt. Wir gehen davon aus, dass er im KZ ermordet wurde.

Zuletzt Gedenken wir Elfriede Cohen. Leider haben wir nicht sehr viele Informationen über sie. Elfriede Cohen wurde am 02.09.1877 in Oberhausen geboren. Sie hatte keine Kinder und zog bis zur Deportation nach Riga mit ihrem Bruder Arthur Cohen zusammen.

Elfriede ist die Tochter von David und Elise Cohen. 

Sie besaß eine Schneiderei, die sie schließen musste, weil sie Judin war. Nach der Schließung ihrer Schneiderei zogen die drei Cohen in die Friedrich-Karl-Str. 33.

Im Winter 1941/42 erfolgte die Deportation in zwei Zeitabschnitten. Insgesamt wurden 1.007 Menschen nach Riga deportiert. 

In den Erinnerungen der Überlebenden konnten sich die Ankunftsdaten um einen Tag verschieben, da manche Züge in der Nacht eintrafen und die Menschen in den ungeheizten Wagen bis zum nächsten Morgen aushalten mussten und sie sich in ihrer zeitlichen Wahrnehmung täuschen könnten.

Die Juden trafen zuvor am Düsseldorfer Hauptbahnhof ein. Von da aus mussten sie zu Fuß zum Schlachthof im Stadtteil Derendorf laufen. Dieser diente zunächst als Sammellager. Die Abfahrt der Juden war für 09:30Uhr vorgesehen. Da es zu einer Verzögerung kam, konnte der Zug erst um 10:30 Uhr abfahren.

Am 12. Dezember 1941 um 03:30 Uhr erreichte der Zug den Bahnhof Berlin. Die Deportation fand in aller Öffentlichkeit statt: Die Insassen versuchten Post abzugeben und fragten nach Wasser, doch keiner der umstehenden Menschen half ihnen.

Am 13.Dezember 1941 um 05:15 erreichte der Zug die Grenzstation Laugszargen. Die Zugfahrt endete für die Juden am 13.12 gegen 21

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